Freitag, 31. August
20 h 30
STRASBOURG - Église Saint-Etienne

 

Paul VAN NEVEL

direction artistique

Axelle BERNAGE

cantus

Sabine LUTZENBERGER

cantus

Olivier COIFFET

tenor

Adriaan DE KOSTER

tenor

Paul BENTLEY-ANGELL

tenor

Matthew VINE

tenor

Olivier HUNT

basus

Guillaume OLRY

bassus

 

Huelgas Ensemble (Belgique)

Geht es um die Interpretation mehrstimmiger Musik des Mittelalters und der Renaissance, so gehört das Huelgas Ensemble seit über 40 Jahren zu den besten seines Fachs. Weltweit berühmt für seine originellen, meist aus unveröffentlichten und unbekannten Werken zusammengestellten Programmen, überrascht die Gruppe noch immer durch die Eigenständigkeit und Intonationsreinheit ihrer Werkwiedergaben. Diese beruhen auf dem immensen Erfahrungswissen, über das Paul Van Nevel, Gründer und künstlerischer Leiter des belgischen Ensembles, in Sachen alter Text- und Musiknotationen verfügt, wodurch Interpretationen aus dem Geiste der Entstehungszeiten der Werke möglich werden.

Alpha et Oméga - An den Grenzen mittelalterlicher Mehrstimmigkeit

Das Programm dieses Konzerts gleicht einem Etappenlauf durch die mittelalterliche Mehrstimmigkeit: Beginnend – wie das „Alpha“ im griechischen Alphabet - mit einem der frühesten Beispiele polyphoner Musik aus der „Musica enchiriadis“-Handschrift (9. Jahrhundert), führt der Weg mit einem Werk Leonins (um 1150 – 1210) zur Pariser Notre-Dame-Schule und zu einigen kennzeichnenden Stücken der „Ars Antiqua“ und mündet mit Auszügen aus der „Messe de Nostre Dame“ von Guillaume de Machaut (um 1300-1377) in die Epoche der „Ars Nova“. Zielpunkt - das „Omega“ – dieses Mittelalter-Parcours bildet ein Werk von Matheus de Perusio (tätig zwischen 1400 und 1416), einem Meister der „Ars Subtillior“, die musikgeschichtlich zwischen der „Ars Nova“ und der franko-flämischen Schule zu Beginn der Renaissance verortet werden kann.