Samstag, 1. September - 18 h 00
SIGOLSHEIM - Eglise Saints-Pierre-et-Paul

 
Simon GALLOT
direction, basse, chifonie

Marie CHAVENEAU
soprano, harpe gothique

Sébastien HERVIER
percussions

Élise FERRIÈRE
flûtes médiévales

Nolwenn LE GUERN
vièle à archet

 

 

 

La Note Brève (Frankreich)

Das Ensemble „La Note Brève“ entstand aus dem gemeinsamen Wunsch der beteiligten Musiker - allesamt Absolventen namhafter europäischer Konservatorien -, die Vielfalt Früher und Alter Musik im Konzert verstärkt zum Ausdruck zu bringen: musikwissenschaftlich fundiert, von historischen Lehrwerken inspiriert und auf Nachbauten mittelalterlicher Instrumente ausgeführt. Das Repertoire der Gruppe spiegelt sein Interesse an den Quellen der westlichen Musikkultur wider: es umfasst weltliche wie geistliche Werke, mittelalterliche Liedkunst ebenso wie die Polyphonie der Renaissance und reicht bis hin zur frühen barocken Opern-Arie.

Im Morgengrauen – ewige Liebesschwüre

In diesem Konzert durchmessen Lieder so berühmter Troubadoure wie Guiraut de Bornhel (12. Jh.), Guiraut Riquier (1254-1292) oder Bernart de Venzac (1180-1210) mit ihrem dem Vokabular der „höfischen Liebe“ folgenden Liebesdiskurs die imaginierte Zeitspanne von der Abenddämmerung bis zum Morgengrauen. Das real einstündige Programm vergegenwärtigt Licht und Atmosphäre, in denen die Liebenden sich erwarten, sich begegnen, sich wieder finden und wieder trennen müssen. Dabei ruft das poetische Bild der „Morgenröte“ gleichermaßen die Vorstellung einer aufblühenden, wie auch den Trennungsschmerz einer hier endenden Liebe auf. Der Troubadour muss sich vertrösten: „Et ades sera l’alba“ heißt es in einem Lied - „Aber morgen ist wieder ein neuer Tag….“